GAMMA · Game Adaptation, Mechanics and Modification Assistant
Mechaniken digitaler Lernspiele schneller verstehen und gezielt weiterentwickeln.
GAMMA ist eine webbasierte Anwendung zur KI-gestützten Analyse und Weiterentwicklung von GameMaker Studio 2 Projekten. EDUMING Templates oder eigene Projekte können strukturiert ausgewertet, angepasst und wieder als ZIP-Datei exportiert werden.
- KI-gestützt
- GameMaker-orientiert
- projektbezogen
- exportierbar
Produktidee
Vom leeren GameMaker Studio Projekt zum motivierenden Lernspiel.
Was ist GAMMA?
GAMMA [GAME ADAPTATION, MECHANICS AND MODIFICATION ASSISTANT] ist eine Anwendung zur Analyse und Weiterentwicklung von GameMaker Studio 2 Projekten. Sie verbindet Projektanalyse, Codebearbeitung, Visualisierung und KI-gestützte Entwicklung in einer durchgängigen Arbeitsumgebung. Nach dem Login gelangen Nutzerinnen und Nutzer in einen zentralen Hub, in dem Prozesse angelegt, erneut geöffnet, verwaltet und am Ende als ZIP-Datei heruntergeladen werden können. Auf diese Weise lassen sich bestehende Lernspielprojekte systematisch verstehen, erweitern und für neue didaktische Schwerpunkte vorbereiten. Ein Paper mit dem Titel KI-gestützte Rekontextualisierung templatebasierter Lernspiele für resiliente digitale Bildung wird im Rahmen der 24. Fachtagung Bildungstechnologien der Gesellschaft für Informatik der Universität Potsdam veröffentlicht.
Projekte importieren
GameMaker Studio 2 Projekte können als ZIP-Datei hochgeladen und automatisch in der passenden Verzeichnisstruktur verarbeitet werden.
Code verstehen
Objekte, Events und Skripte werden ausgelesen und in einer kompakten, projektbezogenen Codeübersicht zusammengeführt.
Mechaniken entwickeln
Der Project Inspiration Chat unterstützt bei Ideen, der Project Adaptation Chat bei strukturierten Änderungsanweisungen.
Projekte exportieren
Bearbeitete Prozesse können wieder als ZIP-Datei exportiert und lokal oder in GameMaker Studio 2 weiterverwendet werden.
Setup und Nutzung
Alles, was für GAMMA benötigt wird.
GAMMA ist auf projektbezogene Arbeit ausgelegt, vom API-Key über den Upload eines GMS2-Projekts bis zum KI-gestützten Umbau und erneuten Export mit neuen Funktionen und Mechaniken.
Eine einheitliche Vorgehensweise
Voraussetzung für die Nutzung von GAMMA ist ein Ollama-Cloud-API-Key, der im Hub hinterlegt und verschlüsselt gespeichert werden kann, eine stabile Internetverbindung, eine aktive Lizenz sowie die kostenlos installierbare IDE von Yo Yo Games, Game Maker Studio 2 [GMS2]. Je nach Vereinbarung, kann der API-Key bereits im Hostingsystem gesetzt sein, dann müssen Nutzer diesbezüglich nichts mehr unternehmen. Im Hub muss, je nachdem ob bereits vorhanden oder nicht, zunächst ein Key [1] für Ollama Cloud festgelegt werden. Danach startet man einen Prozess im Hub [2]. Innerhalb eines Prozesses wird ein vollständiges GMS2-Projekt als ZIP-Datei hochgeladen [3–5]. Dabei kann entweder ein EDUMING-Template verwendet oder ein komplett leeres Projekt als Grundlage genutzt werden. In der IDE von GMS2 sind ebenfalls Templates vorhanden. Das Projektverzeichnis muss alle typischen Dateien und Verzeichnisse eines GMS2-Projekts enthalten. Ein direkt einsetzbares Beispiel um GAMMA zu testen ist das EDUMING Game Template 1, dass hier zur Verfügung steht
Spielprojekte weiter voran bringen
Wenn die Datei hochgeladen ist, kann das projektspezifische Wissensnetzwerk eingesehen werden [6], sofern es Objekte gibt, die in Verbindung zueinanderstehen. Anschließend stehen zwei KI-Modi zur Verfügung: Der Project Inspiration Chat entwickelt Ideen für Erweiterungen, Verbesserungen oder Umgestaltungen [7], während der Project Adaptation Chat strukturierte Änderungsanweisungen für neue Assets, Objekte und Event-Dateien erzeugt und die Anpassung automatisch im Projekt vornimmt [8]. Wenn die Bearbeitung abgeschlossen ist, verlässt man den Prozess und kehrt zum Hub zurück [9]. Dort kann das angepasste Projekt als ZIP-Datei heruntergeladen werden [10]. In dem entpackten Verzeichnis wird anschließend die .YYP-Datei gestartet, wodurch die von GAMMA erstellten Assets direkt in GameMaker Studio 2 eingesehen werden können. Ein bestehender Prozess kann bei Bedarf auch erneut betreten werden [11]. Nach Abschluss der Arbeit loggt man sich aus der App aus [12]. Der Code der zuletzt aktualisierten Open-Source-Version der Anwendung steht zusätzlich über ein GitHub-Repository zur Verfügung.
Demonstration
GAMMA in Aktion
Das folgende Video zeigt den Aufbau der aktuellen Version von GAMMA. Im Anschluss wird der gesamte Prozess zusätzlich Schritt für Schritt schriftlich beschrieben. Falls trotz des Videos noch Fragen offen sind, nutzen Sie das Kontaktformular und schreiben Sie uns, wie wir weiterhelfen können.
Aufbau und Struktur
GAMMA im Einsatz
Da die Entwicklungsumgebung von YoYo Games aktuell keine KI Funktionalität unterstützt, bietet GAMMA eine echte alterantive, die sich durch den Einsatz dieser Technologie ergibt.

GAMMA: PROJEKTANALYSE
Projektstruktur wird sicht- und nachvollziehbar
In GameMaker Studio 2 wird die Spiellogik über Events in den Objekten definiert. GAMMA entpackt das Projekt, prüft die Verzeichnisstruktur und sucht automatisch nach dem eigentlichen Projektstamm. Objekte, Events und Skripte werden ausgelesen und in einer zusammengeführten Codeübersicht aufbereitet. Ergänzend dazu kann ein projektspezifisches Wissensnetzwerk angezeigt werden. Wenn ein Objekt in diesem Netzwerk angeklickt wird, sieht man direkt die Verbindungen zu anderen Objekten. Der Vorteil dabei ist, dass wenn man ein Objekt anpasst, direkt sieht, welche anderen Objekte davon eventuell betroffen sein können und ggf. auch angepasst werden müssen. Ebenfalls kann man den Code der einzelnen Events eines Objekt direkt einsehen und bearbeiten.

PIC oder PAC, die zwei KI-Chatvarianten
Inspiration Chat und Adaptation Chat
In GAMMA kann der Nutzer zwischen zwei KI-Chatvarianten auswählen. Der Project Inspiration Chat [PIC] dient dazu, Ideen für Erweiterungen, Verbesserungen oder Umgestaltungen eines Projekts zu entwickeln, ohne den Code direkt zu verändern. Der Project Adaptation Chat [PAC] geht weiter und erzeugt strukturierte Änderungsanweisungen, mit denen neue Sprites und Objekte direkt im Projektverzeichnis angelegt oder bestehende Event-Dateien angepasst werden können. Der Nutzer hat somit die Wahl und kann je nach eigenen Kenntnisstand wählen, wie die Unterstützung durch GAMMA in seinem Projekt aussehen soll.

GAMMA: BEARBEITUNG
Objekte und Events gezielt bearbeiten
Je nachdem für welche Chatvariante sich der Nutzer entschieden hat werden in der Antwort der KI Objekte farblich hervorgehoben. Die Objekte können im Output angeklickt werden um den Code direkt einzusehen und bearbeiten zu können. Nachdem Ändeurngen vorgenommen wurden, muss das Projekt im Hub exportiert und in GameMaker Studio 2 importiert werden. Die Änderungen werden dann direkt in das Spiel übernommen. Aktuell funktioniert GAMMA nur mit GameMaker Studio 2 und damit nur in der 2D Spielentwicklung. Es ist geplant die Funktionsweise auch auch andere IDEs zu übertragen.
Fortbildung im Bereich 2D-Spieleentwicklung
Wie entwickle ich ein eigenes Videospiel?
Grundlagen der Spielentwicklung
Die Nutzung von KI bei der Entwicklung von Videospielen bietet vielfältige Vorteile. Dennoch bleibt ein solides Grundlagenwissen erforderlich, um mit komplexen Entwicklungsumgebungen wie GMS2 sicher und zielgerichtet arbeiten zu können. Vorschläge sollten nicht einfach übernommen werden; vielmehr ist es wichtig zu verstehen, wie unterschiedliche Eventtypen ein Objekt definieren oder welche Assets ein Spiel erst zu einem funktionierenden Spiel machen. Neben Anwendungen wie GAMMA oder MYOPACE bietet Learning Level Up in Kooperation mit Down Church Studios Fortbildungen im Bereich der 2D-Spieleentwicklung an. Zu den Themen der Fortbildung gehören unter anderem Kollisionsabfragen, Animationen, Musik- und Soundeffekte, Pickups, Partikeleffekte, Kameraeinstellungen, Tile Sets, Gamepad-Input, Menüerstellung, Debugging, Fonts und Enemy-Design. Das Kontaktformular ist die erste Anlaufstelle, wenn Interesse daran besteht, dass wir eine Fortbildung an Ihrer Institution durchführen.